Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e,V. Freundeskreis Heilbronn-Hohenlohe       www.rosenfreunde-heilbronn.de

 Rosenschnittkurse Die Kurse 2019 sind hier ab 1.11.2018 aufgeführt. Sofortige Anmeldung ist empfehlenswert.

Die meisten Gartenrosen benötigen für die optimale Entwicklung und eine reiche Blüte einen jährlichen Rückschnitt im Frühjahr.                                   Rosenliebhabern und Hobbygärtnern wird unkompliziert und leicht verständlich der fachgerechte Schnitt von Kletter-, Strauch- und

Beetrosen sowie Hochstammrosen gezeigt und die wichtigsten Grundlagen erläutert. Dabei werden gerne auch Fragen zu Rosensorten, zur Pflege, Düngung und Pflanzenschutz beantwortet.

 

Unsere Schnittkurse 2018:

 

Freitag, 23. Februar in Talheim

Samstag, 24. Februar in Talheim, jeweils bei Rosemarie Held

Samstag, 3. März in Pfedelbach bei Fam. Spiesmacher

Dienstag, 6. März in Neuenstein bei Fam. Veyhl ausgebucht

Freitag, 9. März in Ilsfeld bei Fam. Pschunder

Samstag, 10. März in Spiegelberg-Nassach bei Fam. Käser.

 

 

Die Anmeldung für die Schnittkurse bitte bei  

Rosemarie Held, Tel. 07133/15709 oder peter.rose.held@gmx.de

Die genaue Adresse bekommen Sie bei der Anmeldung.

 

Beginn jeweils um 13.30 Uhr; Kursdauer ca. 1,5 Stunden.

Anschließend sind alle zu Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde eingeladen.

Bitte passend anziehen und warme Schuhe nicht vergessen.

Die Schnittkurse finden bei jedem Wetter statt.

Scheren etc. werden nicht benötigt.

Für Mitglieder der GRF frei;

Gäste werden um einen Unkostenbeitrag von je 15 Euro gebeten.

 

 

Am 3. März 2017 war Herr Andreas Tschürtz von der Heilbronner Stimme zu Gast beim Schnittkurs im Garten der Familie Schlaghoff in Neuenstadt-Stein.

Dieser Artikel erschien am 8. April 2017 in der Heilbronner Stimme

 

 

 

Bei Rosenschnittkursen zeigt Rosemarie Held Hobbygärtnern, wie man Kletter-, Strauch-, Beet- und Hochstammrosen in Form bringt

 

Keine halben Sachen

 

Tipps zu Rosenschnitt und Auswahl

 

 Von unserem Redakteur Andreas Tschürtz

 

 Schnipp, schnapp. Schon ist die Kletterrose um zwei Meter kürzer. Rosemarie Held macht keine halben Sachen. Dafür ist die Vorsitzende der Rosenfreunde Heilbronn-Hohenlohe wie jedes Frühjahr einfach zu beschäftigt, Rosen in diversen Gärten der ganzen Region für die neue Saison auf Trab zu bringen. „Das Alte muss ab, damit Junges nachkommen kann“, ist eine ihrer Grundregeln. Im Fall der Kletterrose heißt das: Bis zu einem kräftigen Seitentrieb zurückschneiden, ohne einen Stummel stehen zu lassen. „Da muss man keine Angst haben, zu viel wegzunehmen. Das kommt umso schöner nach.“

 

Als vielbeschäftigter Profi ist die Gärtnerin im Unruhestand schon lange vor der Forsythienblüte zugange, die gemeinhin als Zeichen des richtigen Zeitpunkts für den Rosenschnitt gilt. Doch auch jetzt, wo die Büsche ihr gelbes Kleid bald schon wieder abwerfen, ist es noch nicht zu spät. „Man sieht jetzt nur nicht mehr ganz so gut, wo man schneiden soll, weil die Blätter schon halb draußen sind.“

 

Unabhängig von der Rosenart hat für Held das Verjüngen der Pflanzen oberste Priorität. „Altes Holz muss man rausnehmen, wenn man schöne junge Triebe hat, die von unten nachkommen.“ Wenn nötig, kann man die Rose auch ganz runter bis zur Veredelungsstelle einkürzen. „Keine Angst. Die Rose treibt wieder aus. Rosen sind wie Unkraut.“ Solch eine Radikalkur kann beispielsweise notwendig sein, wenn der Strauch vom Frost geschädigt wurde: Das erkennt man von außen an schwarzen Trieben, oder wenn das Rosenmark im Inneren hellbraun verfärbt ist.

 

 Rosen kauft man nicht so nebenbei

 

 Nach der Verjüngung und dem Entfernen kranker oder kaputter Stellen geht es an die Form. Hier entfernt die Fachfrau nach innen gerichtete Triebe. „Das oberste Auge, das stehen bleibt, muss nach außen zeigen, um einen luftigen Wuchs zu erreichen.“ Bei einer Hochstamm-Buschrose empfiehlt Held, mehrere kurze Zweige stehen zu lassen, damit sich die Triebkraft verteilt. „Sie wird dann viel buschiger.“ Aber auch hier sollte man lieber einen beherzten Schnitt setzen als an fünf Verästelungen rumzuschneiden. „Wenn schon, denn schon, ist die Devise.“

 

Sind der Rückschnitt erledigt und die alten Blätter vom Boden entfernt, ist jetzt auch die richtige Zeit, zu düngen und so der Rose Kraft für neues Wachstum zu geben. „Ich lockere hierfür den Boden auf und arbeite für eine große Rose eine halbe Handvoll Hornspäne und einen Teelöffel Blaukorn ein“, sagt Held. „Man kann natürlich auch Rosendünger nehmen, aber der ist teurer und bringt auch nicht mehr.“

 

 Keinesfalls sparen sollten Gartenbesitzer dagegen bei den Pflanzen selbst. Der April ist idealer Zeitpunkt, um neue Rosen zu setzen. Allerdings keine wurzelnackten Pflanzen, sondern Containerware, die jetzt noch gut anwächst und im Sommer schöne Blüten bringt. „Ich selbst empfehle eigentlich nur ADR-Rosen“, sagt Held. Die Abkürzung steht für Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung und kennzeichnet Blumen, die unter anderem widerstandsfähig gegen Rosenrost und viele andere Blattkrankheiten sind. „Die ADR-Prüfung gibt es schon seit Mitte der 1950er Jahre. Sie ist ein wichtiges Kriterium für die Qualität. Aber viele kaufen einfach nur nach Farbe oder ältere Sorten ohne Züchterschutz, die es günstig im Discounter gibt. Da kann es dann eben Probleme geben.“

 

Für Held führt der richtige Weg zum lang anhaltenden Rosenglück dagegen direkt zu den Rosenzüchtern – die Nummer eins in Deutschland ist W. Kordes’ Söhne Rosenschule, Nummer zwei Rosen Tantau, beide nördlich von Hamburg – oder zu den Rosenvermehrern, die das Veredelungsmaterial direkt bei den renommierten Züchtern kaufen. „Wir haben hier in der Region sehr

gute Rosenvermehrer mit fachkundiger Beratung.“ Held ist der Ansicht, der Aufwand lohnt sich, und eine Rose kaufe man nicht mal schnell so nebenbei: „Schließlich kann man so eine Rose sogar vererben.“

 

 Ein paar Tipps

 

Die Entscheidung, welche Rose den Garten schmücken soll, ist natürlich eine Geschmacksfrage. Wer es schön buschig mag, der fährt laut Held mit Kleinstrauch- und Beetrosen gut. „Die ’Red Leonardo da Vinci’ von Meilland aus Frankreich zum Beispiel ist unschlagbar. Oder die ’Sirius’ von Tantau, beides ADR-Rosen und sehr gesund. Die kann man beruhigt pflanzen, da muss man nicht spritzen. Sie blühen fast durchgehend und haben einen leichten Duft.“

 

 Wer Rosen ihres Duftes wegen im Garten haben möchte, der sollte ihnen natürlich nicht das hinterste Eck zuweisen. „In der Nähe der Terrasse oder an einer Stelle, an der man oft vorbeikommt, ist ein guter Platz“, sagt Held und hat auch hier Tipps parat: ’Rosengräfin Marie Henriette’, ’Cherry Girl’ und ’Herzogin Christiana’ von Kordes seien wunderbare, buschig wachsende Duftrosen. Etwas leichter ist die Sorte ’Bengali’.

 

Edelrosen auf einem Hochstamm sind für Held dagegen weniger empfehlenswert. Sie hätten weniger Blüten und einen straff aufrechten Wuchs. Kleinstrauch- und Beetrosen dagegen bilden runde Kronen aus. „Und eine Edelrose ist eine Schnittrose – aber von einem Hochstamm schneidet man keine Sträuße.“

 

Wer ein Herz für Bienen hat, greift ohnehin zu ungefüllten Blüten. Auch hier bieten Kordes („Nektargarten“) und Tantau („Bienenweiderosen“) pflegeleichte und vielblühende Sorten, die den Insekten wichtige Nahrung liefern.

 

 Mehr zu ADR-Rosen

 

www.adr-rose.de

 

 Info: Gartenwerkzeug

Zum Rosenschneiden ist die richtige Ausrüstung das A und O. Rosemarie Held empfiehlt hochwertige Scheren für Rosen, etwa von Felco (verschiedene Modelle, 45 bis 55 Euro) oder vom Sieger bei Stiftung Warentest 2015, Löwe (Modell 8107, rund 39 Euro). Außerdem eine Bypass-Astschere (auch praktisch zum Rausziehen von Trieben) sowie einen Fuchsschwanz (für Kletterrosen). Und natürlich dicke Handschuhe.

 

 

 

 

 

 

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